Die Jungfrau Zeitung berichtet über die Adventslichter in der Altstadt, wo auch wir in diesem Jahr florale Kunstwerke im Stadtkeller Unterseen präsentieren:

Am Sonntag stand die Altstadt Unterseen im Zeichen der Vorfreude auf die Festtage. Die ersten Müsterli, was es so alles zum Dekorieren und Schenken gibt, waren einladend präsentiert. Glühwein, Crêpes, Kürbisse und Weihnachtsgüetzi: Man musste nicht draussen vom Walde herkommen, um festzustellen, dass es bereits sehr weihnachtet.

Am Sonntag hat sie definitiv wieder angefangen, die Zeit, wo alles ein bisschen mehr glänzt und glitzert als sonst. Tausend Leute suchen liebevoll tausend Dinge aus, verpacken sie wunderschön und bieten sie tausend und tausend Leuten an, die ihr Haus schmücken und ihren Lieben etwas schenken wollen. In den nächsten 43 Tagen gibt es tausend Orte, wo sich Ähnliches abspielt wie am Sonntag auf dem Stadthausplatz Unterseen. Dorthin haben 13 Geschäfte eingeladen, die von Hörberatung über Innendekoration bis Schmuck ganz unterschiedliche Waren und Dienstleistungen anbieten. An der grossen Tanne auf dem Stadthausplatz leuchteten zum ersten Mal in diesem Jahr die elektrischen Lichterketten. Das Stedtli eignet sich bestens als Kulisse für den kleinen Weihnachtsmärit, der in den letzten Jahren zur Tradition geworden ist. Ein neu angeschafftes Transparent zwischen den Altstadthäusern verkündete, warum der Verkehr umgeleitet wurde, die «Adventslichter in der Altstadt von Unterseen» brannten.

Im Stadtkeller
Im Rahmen des Events laden Beatrice Trittibach und Mira Burri jeweils zur Adventsausstellung im Stadtkeller Unterseen. Die Floristin und ihr Team haben intensiv mit Vasen, Kugeln, Zweigen, Ästen, geflochtenen Sternen, Beeren, Blumen, Gräsern, Kugelketten, Weihnachtskugeln und noch vielen andern Dingen gearbeitet, um Kreationen zu schaffen, die irgendwo zwischen Wolke Sieben und einem weihnachtlichen Zauberland entstanden zu sein schienen. Mira Burri liess ihre Acrylbilder in einen Dialog mit den floralen Werken treten. Sehr schön war das im Eingangsbereich gelungen, wo ein weisses Segel in einem Meer, das Geschichten aus der Tiefe zu erzählen schien, unter weissen Engelsflügeln dahin fuhr. Mira Burri lässt ihre Bilder entstehen und wachsen, den Titel bekommen sie erst hinterher. Immer aber, sagt die Künstlerin, gibt es irgendwo etwas Rotes. Da im Stadtkeller bei den floralen Werken Farbe sehr zurückhaltend eingesetzt worden war, fiel das sofort ins Auge. Es gab zusätzlich auch rustikale, fröhlich bunte Beerenkränzchen, die fast sommerliche Farbtupfer in den Stadtkeller zauberten.

Draussen vor der Tür
Dank dem trockenen Wetter stiessen auch die Märitstände vor verschiedenen Läden mit ihrem Angebot auf Interesse. Chäsbrätel fanden ebenso Abnehmer wie feine Crêpes, Zimtsterne, Schoggiherzchen und Co. und Glühwein. Auf Kürbisse spezialisiert hatte sich die Ibex Gallery. Kinder verzierten bei Kolb Innendekoration kleine Gläser mit transparentem Papier und machten sie so zu Adventslichtern. Beliebt wie immer war natürlich auch das Lebkuchen-Verzieren. Der Hit waren die kleinen Bären, die man in ein buntes Zuckerbett legen konnte. Rösli Mohler, eine der Initianten des Events, bei dem auch Raiffeisen Jungfrau und die Restaurants Benacus, Stadthaus und Città Veccia mitmachen, war sehr zufrieden mit dem Anlass. Besonders auch, weil sehr viele Leute eine glückliche Zeit auf dem Stadthausplatz verbracht haben.